Köstlichkeiten von Schorsch
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fra: dazu fällt mir der dogofant ein. Es sprach einst der Wiener Bürgermeister Helmut Zilk: "Ich berufe eine Hundekommission ein!" Dieselbe kreißte - jahrelang - und geboren wurde: der dogofamt. Ein Gold-Wing-schweres Motorrad mit integriertem Staubsauger und Rüssel vorne, um den Hundekot zu saugen. Ein Modell wurde testhalber bestellt. Es scheiterte an der Kurvenradien der engen Gassen der inneren Stadt. Danach war fast zwei Jahrzehnte Ruhe - bis zu Kampagne "Nimm ein Sackerl für mein Gackerl".
Claus Aller: Ja, darauf hat mein Freund Kanzleirat i.R. Heinz Krejci in seinem sehr informativen Buch: "Expedition in die Kulturgeschichte des Abwassers" ausführlichst hingewiesen.
Jemand erzählte mir, dass da wo jetzt der Wienkanal ist, früher die römische Bestattungsstraße verlief. Daß rechts und links des Wienflusses römische Grabmäler lagen.
Ich denke daran, dass nach griechischrömischer Tradition die Leichname eine Münze als Obulus an den Fährmann im Mund hatten.
Und ich denke an Trevors Roman ‚Das Licht des Fährmanns’, in welchem einer der Hauptschauplätze der Wienfluss ist und - das Auffinden des Fährmannes.
Und der Obulus erinnert mich auch an einen großen Sohn dieser Stadt: Bei Freud geht es unter anderem um einen Assoziation von Kot und Geld, darum Kot und Geld zurückzuhalten, was machterhaltend wirken soll.
Anale Phase: Reizerhöhung durch Zurückhaltung = Geld = Geiz = Macht.
Und ich assoziiere weiter: Gibt es in dieser Stadt eine besondere Verbindung zu Kot / Macht / Geld?
Irgendwie fällt mir die obsessive Hundstrümmerldebatte ein. Herrchens Reviermarkierungen.
16.09.2009, 15:58
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