Köstlichkeiten von Schorsch
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Die Urban Pilgrimage hatte uns an jenem heißen Sonntag im Juni 2007 quer durch Wien geführt, uber Bordell, Swinger Club bis zum angeblichen Tor zur Unterwelt, unterhalb der Urania, wo der Wienfluss in den Donaukanal mundet. Ich erzählte hier von der damit zusammenhängenden Legende, dass die Erde mit einem Netz an Punkten, Linien und Strömungen überzogen sei, vergleichbar dem menschlichen Organismus in der Akupunktur. Wien sei nun – international in esoterischen Kreisen anerkannt - eine Art Katalysationspunkt zwischen Ost, West, Nord und Süd. Hier konzentrieren sich angeblich globale Strömungen und ‚Interessen geistiger Kräfte’, denen wir ebenfalls angehören.
Als mir Trevor im Sommer 2007 davon erzählte, dachte ich unwillkürlich an den einflussreichsten Mann des 20. Jahrhunderts, diesen berühmten österreichischen Landschaftsmaler, der in Wien in einem Hinterhaus in der Stumpergasse gewohnt hatte, 10 Gehminuten von Phettbergs Wohnung entfernt. In diesem Hinterhaus hatte ich sogar mal übernachtet bei einer Freundin.
Von Süden kommend, dem Wienfluss folgend, laufen nun angeblich zwei Welt-Haupt-Energieströme in parallelen Mustern, was anscheinend sehr selten passiert: eine geistig/luftige Strömung und ein körperlich/erdiger Hauptstrom. Und diese zwei Linien tauchen dann an der Urania gemeinsam ab und erst wieder auf in Bosnien.
Ob man nun daran glaubt oder nicht, WienerInnen lieben diese Geschichten und in der Tat hat die Gegend um die Urania eine intensive Ausstrahlung. Ich forderte die Pilger zur besonderen Wachsamkeit auf insbesondere bei blitzartigen Phänomen, denn angeblich waren genau an dieser Stelle schon Menschen verschwunden. Es waren Fischer dort, die vielleicht gar keine Fischer waren, sondern Agenten und Wächter des Tores zur Unterwelt. Wir hörten von Blixa Bargeld ‚Indoktrination’, und ‚Ouverture’, und begaben uns unter diesen Eindrucken zum Projectspace blumberg zuruck.
16.09.2009, 15:32
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